Aktueller Pflanzenschutz im Gemüsegarten

Der Juni ist ein Monat in dem häufig mit einer Vielzahl von Krankheiten oder Schädlingen gerechnet werden muss. Insbesondere bei einem Witterungsverlauf mit Temperaturen von 20 bis 25 Grad und häufigen Niederschlägen können zahlreiche Pilzkrankheiten auftreten. Meist werden in diesem Monat auch die Sporen der Kraut- und Braunfäule von den Kartoffeln mit Hilfe des Windes auf Wanderschaft gehen und die Tomaten infizieren. Der beste Schutz im Freilandanbau ist die Überdachung. Im Gewächshaus muss intensiv gelüftet werden. Dies gilt auch für die frühen Morgenstunden, damit die Luftfeuchtigkeit der Nacht entweichen kann. Um die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen zu erhöhen kann mit Pflanzenstärkungsmitteln gespritzt werden. Dies muss aber vorbeugend und wiederholt geschehen. Kupferspritzmittel, z.B. Cueva Pilzfrei (Wartezeit 7 Tage) müssen ebenfalls vorbeugend oder spätestens bei Befallsbeginn gespritzt werden.

Gemüsefliegen (z.B. Möhrenfliege, Kohlfliege) legen im Juni häufig eine Pause ein. Präziser gesagt ist dies die Übergangszeit zwischen erster und zweiter Generation. Dafür steigt bei allen Kohlarten jetzt aber die Gefahr von Schmetterlingsraupen. Regelmäßige Kontrollen sollten jetzt selbstverständlich sein. Brokkoli wird im Juni oft von der Drehherzmücke befallen. Deren Larven sind oftmals kaum auszumachen. Der Gärtner wundert sich nur über verkümmerte und verdrehte Herzblätter und ausbleibende Kopfbildung. Sicheren Schutz leistet eine Netzabdeckung, die gleichzeitig auch andere Schmetterlinge und Falter an der Eiablage hindert.

Auch die Lauchmotte legt spätestens ab Mitte Juni seine Eier ab, bei entsprechend günstiger Witterung aber bis zu vier Wochen früher.

Lauchpflanzen leiden unter dem Madenfraß meist sehr. Da eine Kontrolle aufwendig und schwierig ist, bleibt auch hier die Empfehlung einer Netzabdeckung. Gegen Lauchmotte (Schadbild: aufgeschlitzte Blätter) reichen die herkömmlichen, seit rund 30 Jahren bewährten Insektenschutznetze mit der Maschenweite 1,35 mm x 1,35 mm völlig aus. Wichtig ist, dass das die Netze groß genug sind, damit sie auf allen Seiten am Boden mit Brettern oder Steinen gut abgedichtet werden können. Sollten Sie allerdings auch unliebsame Erfahrungen mit

der Lauchminierfliege gemacht haben (braune Maden bei der Ernte im Schaft der Pflanzen) ist das engmaschige Spezialnetz mit einer Maschenweite von 0,8 mm x 0,8 mm erforderlich. Ebenso gegen Weiße Fliege und Erdflöhe.

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Ein Gedanke zu „Aktueller Pflanzenschutz im Gemüsegarten“

  1. Kann Schneckenkorn altern?

    Dank der erstklassigen Schneckenfallen ist der Verbrauch an Schneckenkorn rapide zurückgegangen. Die 300g-Dosen sind drei Jahre alt und werden und werden einfach nicht leerer.
    In diesem Jahr habe ich den Eindruck, dass die Schnecken nicht mehr angelockt werden. Kann es sein, dass der Duftstoff altert? Oder begünstigt die Evolution jetzt die Schnecken, die nicht darauf hereinfallen?

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