Mulchvlies erleichtert die Arbeit im Gemüsegarten

Weniger Zeit- und Arbeitsaufwand im Gemüsegarten mit Mulchvlies

Weißes Abdeckvlies zum Schutz der Pflanzen vor Kälte und zur Wachstumsförderung in sehr vielen Gärten zur Selbstverständlichkeit geworden. Immer mehr Hobbygärtner entdecken auch die Vorzüge von Mulchvlies. Auch ich nutze es jedes Jahr intensiver und entdecke immer mehr Einsatzmöglichkeiten. Besonders wertvoll ist es für ältere Hobbygärtner, denen manches nicht mehr so leicht fällt wie früher. Aber auch für jeden anderen bietet es unschätzbare Vorteile auf die man nicht mehr verzichten möchte, wenn man einmal mit Mulchvlies gearbeitet hat.

Das Material und die Wirkung

Es ist das gleiche Material (umweltfreundliches Polypropylen) wie das bekannte 17g Wachstumsvlies. Mulchvlies ist allerdings viel dichter gewebt, wiegt  50 g / m2, d.h. es hat etwa 3-fache Materialstärke wie Wachstumsvlies und ist ausgesprochen reißfest. Da das Mulchvlies atmungsaktiv und wasserdurchlässig ist, ist es für den Einsatz im Garten wesentlich besser geeignet als Mulchfolie. Regen und Gießwasser sickern sofort und völlig gleichmäßig hindurch.  Die Verdunstung des Wassers wird erheblich reduziert, so dass man meist mindestens 30 % weniger Wasser braucht. In trockenen und heißen Sommern wie zuletzt 2015 ist der Unterschied noch deutlicher. Das ist nicht nur ein Kostenfaktor, sondern vor allen Dingen auch eine erhebliche Zeit- und Arbeitsersparnis. Die spürbarste Arbeitserleichterung entsteht aber bei der Bodenpflege und dadurch, dass man das Thema Unkrautregulierung vergessen kann. Mulchvlies ist schwarz eingefärbt. Dadurch fehlt dem Unkraut das nötige Licht um wachsen zu können. Gleichzeitig wird die Bodentemperatur erhöht. Es ist immer wieder erstaunlich in welch prächtigem, feinkrümeligen Zustand sich der Boden befindet, nachdem er mit Mulchvlies abgedeckt war. Verantwortlich dafür sind die Mikroorganismen im Boden, die durch die erhöhte Bodentemperatur und die gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit in ihrer Aktivität deutlich angeregt werden. Die Kleinstlebewesen im Boden nehmen einem somit das hacken und lockern des Bodens ab. Obendrein wird das gesamte Pflanzenwachstum durch die höhere Bodenaktivität begünstigt.

Einsatz und Anwendung

Schneiden Sie Kreuzschnitte im gewünschten Abstand in das Mulchvlies
Schneiden Sie Kreuzschnitte im gewünschten Abstand in das Mulchvlies

Mulchvlies wird nach der Bodenvorbereitung, aber vor dem Pflanzen auf das Beet gelegt und an den Rändern mit Steinen oder Brettern befestigt. Danach schneidet man mit dem Messer Pflanzlöcher (Kreuzschnitte) im gewünschten Abstand bzw. je nach Gemüseart .

Sofern später eine Nachdüngung erfolgen soll, gibt es dafür verschiedene Möglichkeiten. Entweder direkt ins Pflanzloch, oder von der Seite, indem man die Ränder des Mulchvlieses anhebt oder mit in Wasser aufgelöstem Dünger direkt über das Mulchvlies. Die Haltbarkeit beträgt mehrere Jahre, wenn Sie Markenqualität verwenden, wie sie bei uns angeboten wird.

Besonders sinnvoll ist der Einsatz bei allen Kulturen, die viel Wasser und einen warmen Boden benötigen. Standardmäßig setze ich es bei Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbissen, Melonen und Erdbeeren ein. Paprika baue ich in Pflanzkübeln auf der Terrasse an, sonst würde ich es auch bei dieser Gemüseart nutzen. Immer häufiger nutze ich es auch bei Kohlgemüse. Auch hier  hat es einen sehr guten Effekt, denn die Kohlarten sind hungrig und durstig. Wenn im Sommer Beete kurzzeitig brach liegen, decke ich sie bis zur nächsten Pflanzung gerne mit Mulchvlies ab, so dass sie vor Austrocknung geschützt werden. Selbst bei Direktsaaten, z.B. bei Möhren, Bohnen oder Rote Bete kann es sehr nützlich sein. Wenn das Beet direkt nach der Aussaat und dem angießen mit Mulchvlies abgedeckt wird, hält sich die Feuchtigkeit im Boden über Tage. Somit ist die Gefahr deutlich verringert, dass es durch kurzzeitiges Abtrocknen der Oberfläche zu schlechten Keimergebnissen kommt. Man muss hier lediglich wachsam sein, wenn die ersten Sämlinge keimen. Dann muss das Mulchvlies sofort entfernt werden,  damit die  Pflanzen genügend Licht haben.

 

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